FIDELIO – Ludwig van Beethoven

Bearbeitung der Dialoge

 

Premiere: La Seine Musicale, Paris 2022

 

Fidelio aus dem Jahre 1798 ist Beethovens einzige Oper; die Uraufführung fand 1805 am Theater an der Wien statt. Es ist eine Nummernoper in 3 Akten mit gesprochenem Text.

Meine Arbeit bestand darin, die umfangreichen Dialoge zu kürzen und sprachlich der heutigen Zeit näher zu bringen, ohne den Geist der Epoche zu verraten. In den gesungenen Passagen modernisierte ich einzelne heutzutage befremdende oder unverständliche Wörter.

Inhaltlich ging es darum, durch die Wortwahl einen anderen Blick auf die Handlung zu gewähren. Als Beispiel sei der Schlusschor genannt, in dem im Original das Loblied der Gattin gesungen wird, wogegen in der neuen Fassung das Wort ‚Liebe‘ die Möglichkeit zu einer breiteren Identifikation anbietet.

 

CHOR Achter Auftritt

 

Original:

„Wer ein holdes Weib errungen

Stimm´ in unsern Jubel ein!

[…]

Nie wird es zu hoch besungen,

Retterin des Gatten sein.“

 

Änderung:

„Wer ein liebend Herz errungen

Stimm´ in unsern Jubel ein!

[…]

Nie wird es zu hoch besungen,

Retterin der Liebe sein.“

 

Die Premiere fand 2022 an der Seine Musicale unter dem Dirigat von Laurence Equilbey statt (Insula Orchestra, Chor accentus). Regie führte David Bobbé. Die Produktion reiste anschließend zum Ko-Produktionspartner, dem Theater an der Wien. Somit schloss sich der Kreis zur Uraufführung im Jahre 1805.

Kritik (Auswahl)

 

Aus dem Programm der Aufführung an der Seine Musicale
Die Dirigentin Laurence Equilbey mit den Darstellern von „Fidelio“
Schlussapplaus im Auditorium Patrick Devedjan der Seine Musicale, 14.5.2022