PENTHESILEA – Oper von Pascal Dusapin

Libretto von Beate Haeckl und dem Komponisten

 

UA: Théâtre de la Monnaie / De Munt, Brüssel, 31. März 2015

 

Co-production mit l’Opéra du Rhin de Strasbourg

 

Prix de la critique en Théâtre et musique für die beste musikalische Neuschöpfung 2015

 

CD Aufnahmen: Cypress CYP3654 Mitschnitt der Uraufführung aus dem Brüsseler Opernhaus La Monnaie/De Munt 2015

 

Weitere Aufführungen u.a.:

 

• Philharmonie de Paris beim Festival d’Automne 2020 und live vom Festival d’Automne aus der Pariser Philharmonie, Videostream bei Arte Concert

 

Staatsoper Hannover, 2026

Die Librettistin zu Penthesilea (aus dem Programm)

 

„Kleists Drama Penthesilea stellt den Opernkomponisten und die Librettistin vor eine echte Herausforderung. Wie lässt sich das opulente Werk, das sowohl formal als auch inhaltlich mit den Konventionen der Klassik bricht, musikalisch bändigen? Wie die Anforderungen der Literatur mit denen der Musik vereinen? In dramaturgischer Hinsicht verlangt dieses Unterfangen eine Konzentration auf den zentralen Konflikt. Kleists ungestüme, urwüchsige Sprache macht eine Vereinfachung der Syntax und bisweilen eine vorsichtige Modernisierung des Wortschatzes erforderlich. Das Hauptziel bei der Zusammenarbeit mit Pascal Dusapin bestand darin, den Geist der Kleist’schen Tragödie zu wahren und zugleich der Musik Raum zu geben, damit aus dem Zusammenspiel beider Kräfte dem Publikum die zeitlose Modernität des Dramas nahegebracht wird.“

Schlussapplaus nach der Aufführung in Straßburg im Herbst 2015

Kritiken (Auswahl/Auszüge)

 

FAZ Feuilleton 2.4.2015 von Jan Bachmann: Keine Weicheier in Stahlgewittern

„Beate Haeckl formte daraus ein Libretto für eine gut hundertminütige Oper. Kleists Schachtelsätze sind zerlegt in ein dialogisches Pingpong, die Worte scharf gewürzt mit modernen Zutaten wie ‚Stahlgewitter‘ und ‚Weicheier‘“.

 

• BRF Nachrichten

 

• Arts et Scènes

 

• Die Deutsche Bühne

 

• Gesellschaft der Opernfreunde Hannover

 

• Junge Welt

 

„Die gut dreitausend Dramenverse ergäben einen endlosen Opernabend. Wer das Stück vertont, muss entschlossen streichen. Der Komponist Pascal Dusapin und Beate Haeckl haben ein Libretto erstellt, das zwar alle wichtigen Stationen der Handlung enthält, aber trotzdem etwas Neues ist. Auch wenn Penthesilea Königin der Amazonen bleibt, so ist doch das Gesetz dieses Frauenstaates nur noch angedeutet: dass die Frauen ab und an im Krieg Männer erbeuten müssen, um die für die Zeugung der nächsten Generation zu nutzen, und dass Liebe dabei nicht vorgesehen ist.

 

Mit den sozialen Rahmenbedingungen schwindet die Sprache. Kleists gerade in diesem Werk komplexe Verse sind schwierig zu vertonen. Dass es möglich ist, hat freilich Othmar Schoeck in seiner Penthesilea-Oper von 1925 bewiesen. Bei Dusapin und Haeckl blieben oft nur Fragmente der Verse stehen. Alltagssprache mischt sich ein, Ausrufe, einmal auch die ‚Stahlgewitter‘ Ernst Jüngers.“

„Penthesilea" an der Staatsoper Hannover 2026 ©Bettina Stöß
Besetzungsplakat an der Brüsseler Oper im März 2015
„Penthesilea" an der Staatsoper Hannover 2026 ©Bettina Stöß